Eigentlich eine Winzigkeit, in seiner (Aus-)Wirkung jedoch eine “Grossigkeit”. Waren in den bisherigen Ubuntu-Versionen standardmässig die Fensterkontrollelemente wie Minimieren, Maximieren und Schliessen in der rechten oberen Ecke des Fensters angebracht (quasi Windows-Standard), so wurde mit der Version 10.04 aufgrund des Designgedankens dieser Block auf die linke Seite verschoben. Auch die Anordnung hat sich verändert.
Apple-User werden sich vermutlich sofort heimisch fühlen – alle den bisherigen Standard gewohnten Anwender wird es ersteinmal eine gewisse erschwernis sein.
Exakt zu diesem Thema gibt es bereits viele kritische Stimmen und Beiträge und ich finde es erstaunlich, das die Designentwickler dennoch konsequent “ihr Ding” durchziehen und bisher mit beharrlicher Ruhe das Thema “ausgesessen” wird.
Ubuntu-”Vater” Mark Shuttleworth hat in einer Aussage die Designer sogar noch in Schutz genommen:
We all make Ubuntu, but we do not all make all of it. In other words, we delegate well. […] We have processes to help make sure we’re doing a good job of delegation, but being an open community is not the same as saying everybody has a say in everything.
An einer Stelle trifft er sogar eine Aussage, von der ich glaube, das sie von der Gemeinschaft etwas verstörend aufgenommen wird:
No. This is not a democracy. Good feedback, good data, are welcome. But we are not voting on design decisions.
Eine Übersicht über die Punkte der Designgegner wurde bei Ikhaya zusammengestellt.
Ich persönlich sehe den ganzen Design- und Entscheidungsprozess auch eher kritisch und finde, das die Designer durchaus nochmal ihre Entscheidung überdenken sollten. Andernfalls könnte es zu guter Letzt so kommen, das nur ein verschwindend kleiner Teil der Ubuntu-User das Standarddesign verwendet und der Rest mit Hilfsmitteln wieder ihr gewohntes Arbeitsumfeld einrichten.
[Bild und Zitate via ubuntuusers.de]